Darf ich das?
Viele werdende Mütter fragen sich, welche Arzttermine in der Schwangerschaft unbedenklich sind und auf welche sie lieber verzichten sollten. Die Hautkrebsvorsorge gehört zu den Terminen, bei denen die Antwort klar und eindeutig ist.
Warum die Vorsorge in der Schwangerschaft besonders sinnvoll ist
In der Schwangerschaft verändert sich der Hormonspiegel erheblich. Das beeinflusst die Haut auf verschiedene Weisen. Manche Muttermale werden vorübergehend dunkler, andere wachsen leicht oder verändern ihre Oberfläche.
Das ist in den meisten Fällen harmlos und hormonell bedingt. Es kann aber auch dazu führen, dass echte Veränderungen übersehen werden, wenn niemand genau hinschaut. Eine professionelle Kontrolle durch eine Fachärztin gibt Ihnen Sicherheit. Sie erkennt, ob eine Veränderung hormonell erklärbar ist oder ob weiterer Klärungsbedarf besteht.
Hinzu kommt: Während der Schwangerschaft sind viele Frauen ohnehin in regelmäßiger ärztlicher Betreuung. Ein Vorsorge-Termin beim Hautarzt lässt sich gut in diesen Rhythmus integrieren.
Was bei der Untersuchung passiert
Die Hautkrebsvorsorge ist eine rein optische Untersuchung. Es werden weder Röntgenstrahlen noch Medikamente eingesetzt. Die Ärztin betrachtet die gesamte Körperhaut mit bloßem Auge und bei Bedarf mit dem Dermatoskop. Das Gerät leuchtet die Haut auf und vergrößert einzelne Stellen.
Der Ablauf ist für Schwangere identisch mit dem für alle anderen Patientinnen. Es gibt keine Einschränkungen, keine besonderen Vorbereitungen und keine Wartezeiten nach der Untersuchung.
Hautkrebsvorsorge: Was wird bei der Untersuchung wirklich gemacht?
Was Sie beim Termin mitteilen sollten
Bitte informieren Sie uns bereits bei der Terminvereinbarung über Ihre Schwangerschaft. Das hat zwei praktische Gründe.
Wir planen mehr Zeit ein. Gerade in fortgeschrittener Schwangerschaft sind manche Positionen bei der Untersuchung unbequem. Wir passen die Untersuchung entsprechend an.
Wir berücksichtigen den Kontext. Hormonell bedingte Veränderungen an Muttermalen sind in der Schwangerschaft häufig. Wer das weiß, kann die Befunde besser einordnen.
Falls Sie sich unsicher sind, ob ein bestimmtes Muttermal sich in letzter Zeit verändert hat, notieren Sie das gerne vor dem Termin. Ort, Zeitraum und Art der Veränderung helfen bei der Beurteilung.
Ist der ATBM-Scan in der Schwangerschaft möglich?
Ja. Der Fotofinder ATBM bodymaster arbeitet ausschließlich mit sichtbarem Licht. Es handelt sich um ein Kamerasystem ohne Strahlenbelastung, Ultraschall oder andere Einwirkungen auf den Körper.
Der Scan ist für Schwangere in jeder Phase der Schwangerschaft unbedenklich. Er hat einen weiteren Vorteil: Alle Aufnahmen werden gespeichert. Nach der Geburt kann beim nächsten Termin exakt verglichen werden, welche Veränderungen in der Schwangerschaft aufgetreten sind und ob sie sich zurückgebildet haben.
Häufige Fragen zur Hautkrebsvorsorge in der Schwangerschaft
Kann man in der Schwangerschaft zur Hautkrebsvorsorge?
Ja, uneingeschränkt. Eine Hautkrebsvorsorge ist in der Schwangerschaft vollkommen unbedenklich und für Mutter und Kind risikolos. Die Untersuchung ist rein optisch: keine Strahlung, keine Medikamente, keine Eingriffe. Da hormonelle Veränderungen Muttermale beeinflussen können, ist eine professionelle Kontrolle gerade in dieser Zeit besonders sinnvoll. Bitte informieren Sie uns bei der Terminvereinbarung über Ihre Schwangerschaft, damit wir ausreichend Zeit einplanen.
Was kostet das Hautkrebsscreening, und was zahlt die Krankenkasse?
Das gesetzliche Hautkrebsscreening ist für GKV-Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre kostenlos. Den erweiterten KI-Ganzkörperscan mit dem Fotofinder ATBM bodymaster berechnen wir für gesetzlich Versicherte mit 109,98 €. Private Krankenversicherungen übernehmen diesen in der Regel vollständig. Einzelne gesetzliche Kassen erstatten die Kosten bereits. Sprechen Sie Ihre Krankenkasse darauf an.
Ab wann und wie oft sollte man zur Hautkrebsvorsorge?
Gesetzlich Versicherte haben ab dem 35. Lebensjahr Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebsscreening alle zwei Jahre. Medizinisch empfehlen wir eine jährliche Vorsorge, unabhängig vom Alter und Versicherungsstatus. Für Risikopatienten mit hellem Hauttyp, vielen Muttermalen oder familiärer Vorbelastung empfehlen wir Abstände von sechs Monaten. Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen das Screening bereits vor dem 35. Lebensjahr. Fragen Sie Ihre Kasse.
Hautkrebsvorsorge in Pinneberg – auch in der Schwangerschaft
Wir nehmen uns Zeit für Sie und passen die Untersuchung an Ihre individuelle Situation an. Bitte teilen Sie uns bei der Terminvereinbarung mit, dass Sie schwanger sind.
